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Menschenrechts-Newsletter - Ausgabe 31
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Es ist eine Frage des Gewissens
Viele Menschen schreiben uns und erkundigen sich, warum sich unsere Arbeit auf China konzentriert und wir uns nicht engagieren, um die vielen verwerflichen Handlungen der USA gegenüber ihren Opfern zu beenden?
Die einfache und direkte Antwort darauf lautet: weil wir uns dazu entschlossen haben, die grundlegendsten Rechte der Menschen zu schützen, nämlich das Recht auf Gewissen und die schlimmsten aller Verbrechen zu beenden, Verbrechen gegen das Gewissen.
In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung verkündete Thomas Jefferson, dass alle Menschen „bestimmte unantastbare Rechte besitzen, darunter sind das Recht auf Leben, auf Freiheit und das Streben nach Glück“. Leider wurden den Menschen diese unantastbaren Rechte allzu oft genommen.
Aber etwas kann man einem Menschen durch keine äußere Gewalt wegnehmen, sein Gewissen. Niemand kann uns zwingen, unsere Ansicht zu ändern, wir müssen selbst zustimmen. Es ist das einzige, das einem Menschen wirklich gehört und das er kontrolliert. Das Gewissen steht somit für Menschlichkeit und das Recht auf Gewissen ist eines der grundlegendsten Menschenrechte.
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| "Unerbittlich", Gemälde von WANG Zhiping, das darstellt, wie Polizeibeamte unerbittlich eine Falun Gong-Praktizierende foltern. |
Weil man nicht direkt auf das Gewissen einwirken kann, müssen bei dem Versuch, das menschliche Gewissen zu bezwingen, andere Methoden eingesetzt werden. Aus diesem Grund gehen Verletzungen der Glaubensfreiheit oft einher mit Verstößen gegenüber anderen grundlegenden Menschenrechten. Diese Beobachtung vermerkte Frau Asma Jahangir, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Glaubens- und Religionsfreiheit, in einem ihrer Berichte.
Wenn Menschen ihr Gewissen einbüßen, dann kann man nicht vorhersehen, wozu sie alles fähig sind. Viele sind empört über vergiftete Lebensmittel und Spielwaren, die aus China exportiert werden und einige Analysten führen dies auf die „mangelnde Rechtsstaatlichkeit“ in China zurück. Wo es kein Gewissen gibt, wird der menschliche Intellekt dazu missbraucht, alle Gesetze zu umgehen, um dadurch persönliche Vorteile zu erzielen.
Der moralische Bankrott in China ist das Ergebnis von über 55 Jahren Verbrechen gegen das Gewissen durch das kommunistische Regime. In den letzten Jahren hat das chinesische Regime seine Verbrechen gegen das Gewissen in andere Teile der Welt ausgeweitet und Menschen in Darfur, Burma, Zimbabwe, Nordkorea und anderen Regionen in schlimmste Menschenrechtskrisen gestürzt. Darüber hinaus wurden westliche Konzerne wie Microsoft, Yahoo und Cisco angestiftet, bei seinen Menschenrechtsverletzungen mitzuwirken.
Es ist das grundlegende Prinzip des chinesischen Regimes, Menschen dazu anzustacheln, gegen ihr Gewissen zu handeln. Das Gewissen wird als größte Bedrohung für ihre Herrschaft betrachtet und man wendet heftige Gewalt gegenüber Menschen an, die auf ihr Gewissen bestehen. Die Verfolgung von Falun Gong durch das Kommunistische Regime Chinas ist der jüngste und brutalste Angriff gegen das Gewissen.
Die Falun Gong-Praktizierenden bieten der KPCh nicht nur die Stirn für ihr eigenes Recht auf ein Gewissen, sondern sie treten auch für das Gewissen der ganzen Menschheit ein.
Wir müssen an ihrer Seite stehen. Wir müssen uns darum kümmern, dass die Verbrechen durch das kommunistische Regime in China gegen das Gewissen beendet werden.
Um die Geschichte und die Essenz dieses heldenhaften Kampfes von Frieden gegen Gewalt, Wahrheit gegen Lügen und des Gewissens gegen das Böse aufzuzeichnen, haben wir die Broschüre
Falun Gong, Humanity's Last Stand [Falun Gong, letzte Bewährung für die Menschheit], veröffentlicht.
Wenn es einen Kompromiss zwischen richtig und falsch gäbe, warum existieren dann diese Begriffe überhaupt? ... Folglich definiert das Gewissen das Wesen der Menschheit und das Recht auf Gewissen ist das grundlegendste Recht eines Menschen.
Aus diesem Grund ist kein Verbrechen schlimmer als das Verbrechen gegen das Gewissen."
-- Die Conscience Foundation
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Falun Gong, Humanity's Last Stand [Falun Gong, letzte Bewährung für die Menschheit]
Teil 1: History Unfolds [Die Geschichte zeigt sich]
In den Abendstunden des 20. Juli 1999, im Schutz der Dunkelheit, führte die chinesische Polizei unter dem Befehl des damaligen Machthabers Jiang Zemin, eine landesweite Verhaftung von Falun Gong-Praktizierenden durch. Es war der Beginn einer gewaltsamen Unterdrückung von 100 Millionen unschuldiger Bürger und Bürgerinnen.
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Eine Gruppe Polizisten überfällt Falun Gong-Praktizierende auf dem Tiananmen-Platz in Peking. |
Zu dieser Zeit glaubten weder die Verfolgten noch die Unterdrücker, dass die Verfolgung lange anhalten würde. Die Falun Gong-Praktizierenden dachten, bei der Verfolgung handelte es sich um ein Missverständnis. Vor weniger als drei Monaten, am 25. April 1999, hatte der Premierminister Zhu Rongji bei einem Treffen Vertreter der Falun Gong-Praktizierenden das Recht zugesichert, Falun Gong praktizieren zu dürfen. Noch am 14.Juni sagte ein Regierungssprecher, dass die Regierung niemals das Praktizieren von Falun Gong untersagen werde und dieses Recht den Menschen zustehen würde. Wie kann eine Regierung sich so schnell widersprechen?
Aber noch viel wichtiger ist der Umstand, dass es für die Falun Gong-Praktizierenden keinen einzigen Grund gibt, der eine solche Verfolgung rechtfertigt. Falun Gong lehrt die Menschen lediglich, den Prinzipien Wahrhaftigkeit - Barmherzigkeit - Nachsicht zu folgen, um sich dadurch moralisch und geistig zu erhöhen und fünf meditative Übungen zu praktizieren, um ihr körperliches Wohlbefinden zu verbessern. Die Verantwortlichen waren sich über die positiven Auswirkungen von Falun Gong auf die Gesellschaft sehr wohl bewusst. In einem Februar-Artikel des US News & World Report wird ein Vertreter der nationalen Sportkommission zitiert, der Falun Gong Einsparungen an medizinischen Behandlungskosten in Höhe von 100 Milliarden Yuan zuschreibt. Ein Drittel der damals 60 Millionen Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und viele hochrangige Mitglieder der Regierung praktizierten selbst Falun Gong. Wie kann sich eine Regierung gegen ihre eigenen Unterstützer wenden?
Die KPCh ging davon aus, dass die Verfolgung schnell erledigt sein würde. So hat beispielsweise Jiang Zemin behauptet: „Ich glaube einfach nicht, dass unsere kommunistische Partei Falun Gong nicht besiegen kann.“
Das Regime hatte allen Grund, so selbstbewusst zu sein. Seit mehreren Monaten hatten Agenten des Geheimdienstes Falun Gong-Praktizierende inhaftiert, die sie als „führend“ einstuften und ihre Propaganda-Maschinerie hatte wirkungsvolle Materialien erstellt, um Falun Gong zu verunglimpfen und die öffentliche Meinung dagegen zu wenden. In der Vergangenheit hatten häufig diese beiden Schritte ausgereicht, um der zum Opfer erklärten Gruppe das Rückgrat zu brechen.
Das chinesische Regime befiehlt die mächtigste Unterdrückungs-Maschinerie der Welt: die größte Armee, die bewaffneten Polizeikräfte, die Staatssicherheits-Polizei und ein Inhaftierungs- und Arbeitslagersystem. Diese gut geölte Maschine hat umfangreiche Erfahrungen und Fertigkeiten zur Kontrolle von Menschen gesammelt, wie man das soziale Verhalten der Menschen vorschreibt und nicht-konforme Gruppen auslöscht. Zusätzlich hat das Regime erreicht, was kein Unterdrücker zuvor geschafft hat: mittels ökonomischer Faktoren bringen sie die Welt dazu, ihre wiederholten Menschenrechtsvergehen zu dulden.
Es schien so, als könnte sie einfach nichts von ihrem Vorhaben abhalten.
Das Regime war derart arrogant, dass die KPCh von ihrer gewöhnlichen Vorgehensweise abwich, ihre politischen Verfolgungen als „interne Angelegenheit“ zu bezeichnen, um internationale Aufmerksamkeit zu zerstreuen. Stattdessen wurde diese neue Verfolgung dreist ins Ausland ausposaunt und sie baten selbst Interpol, den Begründer von Falun Gong zu ergreifen und auszuliefern. Mit einem derartigen Selbstvertrauen definierte die KPCh eine Zeitspanne von drei Monaten „um die Falun Gong-Frage ein für allemal zu lösen“. Einige Chinaexperten und internationale Beobachter glaubten sogar, die Regierung würde nur eine Woche dazu benötigen.
Wie die Geschichte nun enthüllt hat, wendete sich das, was scheinbar einen einseitigen Angriff darstellte, zu einem epischen Kampf von Frieden gegen Gewalt, Wahrheit gegen Lügen und Gewissen gegen das Böse.
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Am 7.Mai 2004 geschah folgendes im Longshan Zwangsarbeitslager. Zwei Polizisten legten Frau Gao Rongrong Handschellen an, befestigten diese an den Heizungsrohren und folterten sie 7 Stunden lang mit drei Elektrostäben; ihr Gesicht war anschließend mit Verbrennungen übersät. Dieses Foto wurde 10 Tage später aufgenommen. Frau Gao hatte es an eine ausländische Webseite geschickt. Als das kommunistische Regime davon erfuhr, gaben sie sofort einen Fahndungsaufruf für ihre Erfassung heraus. Am 16. Juni 2005 wurde Gao Rongrong zu Tode gefoltert. |
Es gibt keinen Zweifel an der Grausamkeit der Unterdrücker. In den ersten Jahren der Verfolgung konnte die KPCh den Druck der gesamten Gesellschaft den Falun Gong-Praktizierenden aufbürden. Jedes Element der Gesellschaft, von den Ministerien der Regierung bis hin zu der Nachbarschaft, richtete sich gegen Falun Gong. Die Praktizierenden wurden dazu gezwungen, ihren Glauben zu widerrufen, anderenfalls verloren sie ihren Arbeitsplatz, wurden von Schulen ausgeschlossen, man entzog ihnen die Lizenz für ihre Firma, vertrieb sie gewaltsam aus ihren Wohnungen und Häusern und entzog ihnen die Rentenzahlungen.
Es gibt ebenso keinen Zweifel an der Brutalität des Regimes. Wer sich weigerte, dem politischen und sozialen Druck nachzugeben, wurde eingesperrt, einer Gehirnwäsche unterzogen, gefoltert und getötet. Millionen von Falun Gong-Praktizierenden wurden inhaftiert und misshandelt, darunter kleine Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen. Tausende wurden zu Tode gefoltert, während zahllose Andere einfach verschwanden. Mindestens in einem geheimen Konzentrationslager wurden tausenden Falun Gong-Praktizierenden die lebenswichtigen Organe entnommen wurden. Aufgrund der Informationsblockade durch das Regime bleibt das vollständige Bild verborgen, der Umfang und die Schwere der Verbrechen sind schwer zu erfassen.
In Anbetracht dieser extremen Ungerechtigkeit, in Anbetracht von entsetzlicher Folter und Mord, blieben die Falun Gong-Praktizierenden vollkommen friedlich. Sie bleiben friedlich bei Schlägen durch die Polizei; sie bleiben friedlich gegenüber den Zelleninsassen, die von der Polizei zu Folterknechten gezwungen wurden. Sie haben die Falun Gong-Lehre des „nicht zurückschlagen wenn man angegriffen wird und nicht zurückschimpfen wenn man beleidigt wird“ beispielhaft gezeigt. Nur wer aufrichtig ist, der beherrscht die moralische Kraft der Gewaltlosigkeit. Diese moralische Stärke zeigt sich nicht nur bei einem, zwei oder einigen, sondern bei allen Falun Gong-Praktizierenden. Ihre große Toleranz und Aufrichtigkeit haben zahllose Menschen berührt, einschließlich der Folterknechte.
Zeitgleich mit der gewaltsamen Verfolgung startete das kommunistische Regime eine weit reichende Kampagne, um bewusst falsche Informationen zu verbreiten, die Falun Gong diffamierten, zum Hass aufstachelten und um Druck auf die Falun Gong-Praktizierenden auszuüben. Die Propaganda-Maschinerie der KPCh überflutete die Medien mit Lügen und Konstrukten, die behaupteten, Falun Gong propagiere den jüngsten Tag und ermutige zum Selbstmord. Sie sagten, das Regime habe Falun Gong-Praktizierende so behandelt „wie eine Mutter ihre Töchter“ und dass es „entscheidende Siege errungen und erfolgreich 98% der Falun Gong-Praktizierenden transformiert“ hätte. Anfang 2001 inszenierte das Regime sogar eine Selbstverbrennung von fünf Menschen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und ähnlich wie Nero, der das große Feuer in Rom auf die Christen abwälzen wollte, schob man die Verantwortung Falun Gong zu. Diese wirkungsvolle Beeinflussung führte dazu, dass sich viele Menschen gegen Falun Gong wandten und an der Verfolgung beteiligten.
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Damit die Menschen in China die Wahrheit über Falun Gong und seine Verfolgung erfahren, haben die Praktizierenden an vielen öffentlichen Plätzen Flugblätter angebracht. Viele Menschen lesen diese Flugblätter. |
Mit großer Barmherzigkeit gegenüber den Menschen, die von den giftigen Lügen manipuliert wurden, haben Falun Gong-Praktizierende beharrlich das gemacht, was im chinesischen als "Wahrheits-Erklärung" bezeichnet wird, nämlich die Menschen über Falun Gong und eine völlig auf Lügen beruhende Verfolgung zu informieren. Anfangs hörten nur wenig Menschen zu und viele Praktizierende wurden sogar den Behörden gemeldet. Allmählich aber fingen die Menschen an zuzuhören. Als sie von der furchtbaren Folter erfuhren und begannen, die Lügen der KPCh zu durchschauen, fingen sie an, sich von der Verfolgung zu distanzieren. Die KPCh ist nicht mehr in der Lage, die Bevölkerung als Handlanger für die Verfolgung zu mobilisieren. Immer mehr Menschen begannen, Falun Gong-Praktizierende zu schützen und ihnen zu helfen, die Wahrheit zu verbreiten.
Die KPCh war gezwungen, ihre Propaganda einzuschränken, hätte doch die Fortsetzung ihrer Verleumdungskampagne gegenüber Falun Gong nur bestätigt, dass Falun Gong immer noch besteht und Falun Gong-Praktizierende immer noch stark waren in China. Das erste Mal während ihrer langen Diktatur musste die KPCh ihre Verfolgung versteckt weiterführen und konnte keine weiteren „entscheidende Siege" mehr proklamieren.
Das Regime kann allerdings den Gang der Dinge nicht aufhalten. Die Verfolgung von Falun Gong hat den tyrannischen Charakter der KPCh vollständig offen gelegt. Gleichzeitig hat der Mut der Falun Gong-Praktizierenden das Gewissen der Menschen erweckt. Eine große Anzahl Menschen hat ihre KPCh-Mitgliedschaft zurückgezogen und auch ihren Austritt aus anderen der KPCh angegliederten Organisationen erklärt und somit die Wiedergewinnung ihres Gewissens deklariert. Im Dezember 2007 waren bereits 30 Millionen Menschen aus der KPCh ausgetreten und die Anzahl wächst schnell.
Dieser Widerstand gegenüber einer gewaltsamen Unterdrückung mittels Aufklärung über die Wahrheit und der Erweckung des menschlichen Gewissens ist beispiellos. Den eisernen Willen, den die Falun Gong-Praktizierenden gezeigt haben und die gewaltigen Opfer, die sie gebracht haben, sind das was man im Chinesischen mit „den Himmel überraschen und die Gottheiten bewegen" beschreibt. Wenn dieses Blatt der Geschichte gewendet ist, werden zweifellos Historiker, Schriftsteller und Gelehrte über Generationen hinweg darüber schreiben.
-- Die Fortsetzung erfolgt im nächsten Newsletter: History Ignored
Auszug aus Falun Gong, Humanity's Last Stand [Falun Gong, letzte Bewährung der Menschheit]
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Es ist eine Frage der Moral
Einige Menschen sind der Ansicht, dass es falsch ist, die Olympischen Spiele an die Verbesserung der Menschenrechte in China zu knüpfen. Ihrer Meinung nach sollen die Olympischen Spiele nicht als politischer Fußball benutzt werden.
Wir möchten zwei Dinge darauf antworten.
Erstens, wenn ein Mitglied einer bestimmten politischen Partei einen Mord begeht, ist es dann eine politische Entscheidung, dieses Verbrechen abzulehnen? Natürlich nicht! Es handelt sich um eine moralische Frage. Sollten wir nicht versuchen, den Mörder zu stoppen? Der chinesische Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng beschrieb das gut in seinem jüngsten Brief an den amerikanischen Kongress: “Wie Sie wissen, werden heute in China alle, die die Olympischen Spiele mit den Menschenrechten in Verbindung bringen, unverzüglich vom kommunistischen Regime als „Staatsfeinde“ zur Strecke gebracht.“ Das Resultat: ER wurde von der Geheimpolizei weggebracht. Sind wir Feinde des Staates, wenn wir die Olympischen Spiele mit den Menschenrechten in Verbindung bringen? Noch einmal, es geht hier um die Frage der Moral.
Zweitens, 2001 versprachen Beamte der chinesischen Regierung im Rahmen der Bewerbung um die Ausrichtung der Spiele ausdrücklich, die Menschenrechte und die Freiheit in China zu verbessern. China zu bitten, dieses Versprechen einzuhalten, ist wiederum keine politische Entscheidung, sondern eine moralische Angelegenheit.
Das Plakat eines Kindes und zwei Briefe, einer geschrieben von einem Opfer der brutalen Verfolgung in China und der andere geschrieben vom amerikanischen Kongress-Abgeordneten Adam Schiff, machen dies deutlich.
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Dieses Foto wurde während des chinesischen Neujahres 2005 aufgenommen, einer Zeit, in der Familien beisammen sind. Auf dem Schild steht: “Mein Name ist Sun Mingyuan und ich bin fünf Jahre alt. Mein Vater Sun Qian wurde willkürlich zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Falun Gong praktiziert. Die Polizei hat meine Mutter, Ma Chunli, am helllichten Tag auf der Straße entführt - das war am 14. Dezember 2004, einfach nur weil sie ein guter Mensch sein wollte und den Prinzipien Wahrhaftigkeit - Barmherzigkeit - Nachsicht folgen wollte. Sie war 48 Tage im Hungerstreik und befindet sich in Lebensgefahr. Ich bin allein, hilflos und von meinen Eltern getrennt. Bitte helft mir. Ich vermisse meine Mutter, ich will meinen Vater und meine Mutter zurück." |
Der Brief eines Opfers
Brief an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees
Von einem Falun Gong-Praktizierenden in China
Sehr geehrter Herr Präsident:
Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich Ihnen als vollkommen Fremder schreibe und mein Englisch ist nicht gut genug, um meine Worte vornehm auszudrücken...
Bitte entschuldigen Sie die Vorenthaltung meines Namens und meiner Adresse. Der Grund ist der gleiche, weshalb ich ihnen auch diesen Brief schreibe. In China haben die Menschen nicht das Recht, frei und öffentlich ihre Meinung auszudrücken.
Das ist genau das, an was ich Sie erinnern möchte: wir befinden uns derzeit in einer entscheidenden Periode, nicht nur ich, ein gewöhnlicher Chinese, sondern auch Sie und jeder andere in der zivilisierten Welt.
Vielleicht wollen Sie der erfolgreichste IOC-Präsident aller Zeiten werden, oder vielleicht wollen Sie einfach nur respektiert werden, vielleicht möchten Sie ein guter Vater für Ihre Kinder sein und viele andere Dinge.
Aber ich bin mir sicher, dass Sie nicht in die Geschichtsbücher als Verbündeter einer Diktatur eingehen wollen.
Derzeit allerdings, stehen Sie dem schon sehr kurz bevor.
Nun, lassen Sie mich Ihnen erklären, warum es sich um einen kritischen Zeitpunkt handelt - sie können entweder zahllosen Menschen helfen, die große Ungerechtigkeit erleiden, oder Sie unterstützen Kriminelle mit ihrem Schweigen und bringen Schande über die Olympischen Spiele.
Ich möchte Ihnen einige Dinge erzählen, die ich persönlich bezeugen kann.
Eine meiner Lehrerinnen wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht und später in ein Gefängnis, weil sie nicht bereit war, Falun Gong aufzugeben. Das ist kein Scherz.
Die Polizei hat meine 60-jährige Mutter am 20. Juli 1999 weggebracht. Sie durfte 24 Stunden lang nicht schlafen und man entzog ihr einen Monat lang ihre Freiheit. Das gleiche geschah mit tausenden anderen Menschen in China. Der Grund ist einfach: sie praktizierten Falun Gong. Die chinesische Regierung versprach ihnen Freiheit, wenn sie ihren Glauben widerrufen.
Mein Arbeitskollege wurde aus dem gleichen Grund mehrere Monate lang in einem Gefängnis inhaftiert.
Als ich meine Schwiegereltern das erste Mal zuhause besuchte, waren ihre Eltern vor Angst erschrocken, als sie erfuhren, dass meine Mutter Falun Gong praktiziert; und das alles nur aufgrund der schamlosen Lügen, die die Regierung fabriziert und verbreitet hat, um die Verfolgung damit zu rechtfertigen.
Vielleicht sagen Sie, das gehört alles der Vergangenheit an; die chinesische Regierung hat in Bezug auf die Menschenrechte viel verbessert. Aber noch immer würden Beamte zu mir nach Hause kommen und uns belästigen, wenn sie erfahren, dass meine Mutter hier ist. Und das nennen sie “die beste Zeit der Menschenrechte in Chinas Geschichte“.
Was ich Ihnen gerade beschrieben habe, ist das "harmonische" Leben eines gewöhnlichen Chinesen. Dass lebenden Falun Gong-Praktizierenden die Organe entnommen werden und die zahlreichen anderen Opfer in ganz China habe ich noch nicht einmal erwähnt.
Was ist der wahre Zweck der Olympischen Spiele? Handelt es sich einfach nur um eine hübsche Show, die auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet ist, oder soll sie uns Menschlichkeit, Freundschaft und Mut in Erinnerung rufen?
Die Antwort ist nicht schwer zu finden, wenn man tief im Inneren, seinem Gewissen, sucht.
Als Martin Luther King seine berühmte Rede hielt, "I Have a Dream", hörten ihm Menschen aller Hautfarben zu. Ich hoffe, Sie teilen einen Teil seines Mutes und seiner Bereitwilligkeit, die Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten.
Ein chinesischer Bürger
Geschrieben am 24.August 2007
Brief des Kongressabgeordneten Adam Schiff
Am 16. November schrieb der Kongress-Abgeordnete Adam Schiff an den Präsidenten des Pekinger Organisationskomitees für die Olympischen Spiele, Herrn Liu Qi, Präsident des Vorbereitungskomitees der Olympischen Spiele bezüglich der Menschenrechte in China. Es folgen einige Auszüge aus dem Brief.here.
"...wir sind auch weiterhin zutiefst besorgt über die fehlende Verbesserung der Menschenrechtssituation in China. Trotz eindeutiger Versprechen durch chinesische Regierungsbeamte im Jahr 2001, hat die chinesische Regierung keine ernsthaften Schritte unternommen, um die Grundrechte und Grundfreiheiten zu erweitern."
"Im Jahr 2001 sagte ein Vertreter des Pekinger Bewerberkomitees, 'Dass die Olympischen Spiele Peking anvertraut werden, ist ein Beitrag zur Entwicklung der Menschenrechte.' Sechs Jahre später sind die Verbesserungen bei der Pressefreiheit oder Online-Freiheit minimal."
"Wir sind beunruhigt, weil die Journalisten in China gezwungen werden, die Anweisungen des Propaganda-Ministeriums zu akzeptieren, was die Zensur vieler Themen zur Folge hat. Der Staat behält umfassende Kontrolle über die Nachrichten und wendet autoritäre Gesetze an, um Journalisten und Redakteure größtenteils freier Medien zu bestrafen. Sie werden der Subversion, Preisgabe von Staatsgeheimnissen und Spionage beschuldigt. Selbst-Zensur ist die Regel in Redaktionen. Im Ausland ansässige chinesisch-sprachige Medien werden blockiert, bedroht und unter Druck gesetzt, einschließlich von den USA gesponserte Medien, und somit die Entwicklung jedes Medienpluralismus verhindert."
"In der Vergangenheit konnten die Olympischen Spiele helfen, Grundfreiheiten in Ländern zu etablieren, die sich von einem autoritären Regierungssystem befreien wollten. Heute könnten allerdings die fehlenden Bemühungen der chinesischen Regierung die Ziele und Ideale der Olympischen Spiele zerschlagen."
"Sehr geehrter Herr Präsident, wir glauben, dass Ihr Urteilsvermögen Sie befähigen wird, das zu tun was jeder von Ihnen erwartet - vor Beginn der Olympischen Spiele 2008 Maßnahmen im Namen der Freiheit in China zu ergreifen."
Neun Kongress-Abgeordnete, einschließlich Adam Schiff, haben den Brief unterzeichnet.
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