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Brief aus einem chinesischen Arbeitslager
Eine Nachricht an alle gutherzigen Menschen auf der
Welt
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Wang Xiaoyan und
ihre Tochter |
- Brief aus dem chinesischen Arbeitslager
- Appellbrief ihres in Deutschland lebenden Ehemannes
- Geschäfte gehen vor Menschenrechte. Was haben WIR getan?
Unter Lebensgefahr schrieb Frau Wang Xiaoyan, inhaftiert im
berüchtigten Masanjia Zwangsarbeitslager, einen dreiseitigen Brief. Der heraus
geschmuggelte Brief, verknittert und schmuddelig, berichtet über die von ihr
erlittene Folter durch die Hände der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), weil
sie Falun Gong praktiziert.
Wir können derzeit nicht bestätigen, ob Frau Wang noch am Leben
ist; wir können ihre Geschichte nur zahllosen anderen hinzufügen, in der
Hoffnung, dadurch mehr und mehr Menschen zu ermutigen, dabei zu helfen, das Ende
dieses Terrors herbei zu führen - das Ende, wie es das chinesische
kommunistische Regime versprochen hat, als es sich um die Olympischen Spiele
bewarb.
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Auszüge aus dem Brief von Frau Wang
Am 27. Mai 2006, als ich gerade zur Arbeit gehen wollte,
plünderten drei Polizisten der Chunhai Polizeistation [in Dalian, Provinz
Liaoning] meine Wohnung und nahmen mich fest, weil ich Falun Gong praktiziere.
Mehrere Monate lang erfuhr meine Familie nicht, wo ich mich befand.“
„Im Juli 2006 wurde ich zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt
und in das Masanjia Arbeitslager gebracht. Nach meiner Ankunft im Arbeitslager
wurde ich in Handschellen gelegt und zweieinhalb Monate lang an ein Bett
gefesselt. In dieser Zeit stopfte mir der Polizist Wang Xiaofeng mit Gewalt
schmutzige Lappen in den Mund; ich wurde von Wachmann Li Mingyu geohrfeigt;
Wachmann Wang Naimin kniff mir in die Lippen, bis sie aufgerissen waren. Am 15.
Juli schlugen mir die beiden Leiter, Ma Jishan und Chen, mit den Fäusten so ins
Gesicht, dass meine Wange dick anschwoll. Noch immer habe ich eine Beule in der
Höhe des Wangenknochens, die Wunde ist noch nicht verheilt.“
„Weil ich mich weigerte, Falun Gong aufzugeben, wurde ich am
30. August zwischen zwei Betten in der Position des gespreizten Adlers
festgebunden. Eine Hand wurde an dem einen Bett ganz oben, die andere an dem
anderen Bett ganz unten festgebunden. Ich durfte nicht schlafen oder zur
Toilette gehen. Ich konnte weder stehen noch mich hinsetzen. Die Position war
außerordentlich schmerzhaft. Diese Art der Folter dauerte drei Tage und drei
Nächte lang.“
„Um uns von unserer Meinung [über Falun Gong] abzubringen,
flößten sie uns Drogen ein, die auf das zentrale Nervensystem wirken. An einem
Tag wurde ich an dem „Sterbebett“ festgebunden und Cao Jie flößte mir diese
Droge ein. Dreimal am Tag wurde ich so zwangsernährt. Jedes Mal nahm Ma Jishan
ein Brecheisen und sperrte meinen Mund so weit wie möglich auf, die Schmerzen
waren unerträglich. Ich dachte, dass ich lieber sterben würde. Die Droge rief
bei mir große Übelkeit hervor.“
„Es fällt schwer, in den Wachleuten noch einen Rest von
Menschlichkeit zu erblicken.
Die Foltermethoden dieses Lagers, die auf ausländischen
Webseiten dargestellt sind, entsprechen alle der Wirklichkeit. Tag für Tag gehe
ich durch diese Leiden im Masanjia Arbeitslager; bitte helft mit, die Folter
hier zu stoppen. „Ich bleibe standhaft in meinem Glauben an Falun
Gong.“ |
Der Ehemann von Wang Xiaoyan lebt in Deutschland. Er hatte
mehrmals versucht, seine Frau aus China heraus zu holen, aber die Behörden
hatten ihren Pass konfisziert. Im Folgenden ist sein Appellbrief.
Appellbrief des Ehemanns
Ich heiße Zhang Zhentong und bin ein Falun
Gong-Praktizierender. Im September 2000 kam ich aufgrund der unmenschlichen
Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China nach Deutschland. Angesichts
dieser grausamen Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh)
appelliere ich an die internationale Gemeinschaft, mir zu helfen, meine Frau
Wang Xiaoyan zu retten. Meine Frau ist eine Falun Gong-Praktizierende und wurde
deshalb am 27.05.2006 in Dalian in China von der Polizei verhaftet.
Seitdem die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999 begann, ist
es nicht das erste Mal, dass meine Frau eine solche ungerechte Behandlung
erfahren hat. Im Mai 2000 ging sie zum Petitionsausschuss, um dort gemäß der
chinesischen Gesetze zu appellieren und die Tatsachen über Falun Gong
aufzuklären. Sie wurde von der Dalianer Polizei, die die Überwachung vor Ort
durchführte, festgenommen und in das Erziehungslager in Dalian eingesperrt.
Ende 2000, es war ein halbes Jahr nach ihrer Freilassung,
verlor ich den Kontakt zu meiner Frau. Damals befand ich mich schon drei Monate
in Deutschland. Mit Hilfe meiner Freunde in China erfuhr ich dann, dass meine
Frau zunächst im Untersuchungsgefängnis Yaojiao eingesperrt war. Sie wurde dann
im Februar 2001, ohne dass sie selbst und ihre Familienangehörigen darüber
informiert wurden, in das berüchtigte Arbeitslager Masanjia in Shenyang, Provinz
Liaoning, eingesperrt. Der Grund für ihre Inhaftierung war das Verteilen von
Flugblättern über die Hintergründe der Verfolgung.
Seitdem ist unsere knapp drei Jahre alte Tochter von ihrer
Mutter getrennt. Im Oktober 2001 wurde meine Frau aus Gesundheitsgründen frei
gelassen. Obwohl meine Tochter sie ein Jahr lang nicht gesehen hatte und obwohl
meine Frau meiner Tochter ein bisschen fremd war, rief sie ohne zu zögern laut:
„Mama!“ Jeder kann sich vorstellen, wie sich meine Frau in diesem Moment gefühlt
hat. Als sie noch im Arbeitslager war, hatte sie unter der Gehirnwäsche, zu der
sie gezwungen wurde, gelitten. Jeden Tag musste sie sich die
Verleumdungspropaganda über Falun Gong anhören; tagelang durfte sie nicht
schlafen und sie wurde von anderen Gefangenen auf Befehl der Polizisten
geschlagen.
Nachdem sie freigelassen worden war, befand sich meine Frau
eine Zeit lang auf der Flucht, um den Störungen durch die Polizei und einer
erneuten Inhaftierung zu entkommen. Ihr Personalausweis war beschlagnahmt,
weshalb sie nicht ins Ausland ausreisen konnte, um sich mit mir zu treffen.
Meine Eltern machen sich Sorgen wegen meiner Sicherheit, sollte
ich wieder nach China zurückkehren. Denn alle meine Freunde, die noch in China
leben, wurden mindestens einmal verfolgt oder werden noch immer verfolgt. Meine
Eltern befürchten, dass mich das gleiche Schicksal erwartet. Obwohl sie mich
sehr vermissen, bitten sie mich, auf keinen Fall nach China zurückzukehren.
Seitdem ich nach Deutschland kam, sind sechs Jahre vergangen.
Wegen der von der KPCh gestarteten Verfolgung konnte ich während dieser sechs
Jahre meine Familienangehörigen kein einziges Mal besuchen. Sie senden mir Fotos
über das Internet. Immer wenn ich Fotos meiner Eltern, die jeden Tag älter
werden, oder die Aufnahmen meiner heranwachsenden Tochter sehe, bricht es mir
das Herz.
Um die Falun Gong-Praktizierenden zu zwingen, ihren Glauben
aufzugeben, verletzt die KPCh die Menschenwürde der Praktizierenden mit allen
zur Verfügung stehenden Foltermethoden. Das Hauptziel ist, dass die
Kultivierenden auf diese Weise ihr Gewissen aufgeben. Es ist eine unvorstellbare
Grausamkeit der Verfolgung.
Vor kurzem bestätigten zahlreiche Augenzeugen, dass die KPCh
seit Beginn der Verfolgung insgeheim Organe von lebenden Falun
Gong-Praktizierenden in China raubt. Vor diesem Hintergrund muss ich mir noch
mehr Sorgen um meine Frau machen. Ich befürchte, dass sie sich in ständiger
Lebensgefahr befindet.
Ich richte den Appell an alle Regierungen auf allen Ebenen,
alle staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen und an alle gutherzigen
Menschen. Bitte helfen Sie meiner Frau, wieder ihre Freiheit zurückzuerhalten.
Bitte schenken Sie den Millionen von Praktizierenden, die in China verfolgt
werden, Ihre Aufmerksamkeit und unterstützen Sie sie. Ich glaube, dass am Ende
die Gerechtigkeit das Böse besiegen wird. Die unmenschliche Verfolgung wird
bestimmt mit der Unterstützung der gutherzigen Menschen aus aller Welt beendet
werden.
Was haben WIR getan?
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Gewissen in Aktion
1. China-Action Network
Bitte tragen Sie sich auf unserer Aktionsliste ein, wir werden
Sie über unsere Aktivitäten und Aktionen zu China informieren. Bitte schicken
Sie Ihre Email an: project@consciencefoundation.org
2. "Initiative Olympisches Gewissen".
Die internationale Gemeinschaft hat China die Ehre zuerkannt
die Olympischen Spiele 2008 auszurichten. Alle Menschen und Länder, die China in
Bezug auf seine Menschenrechtsverstöße eine Botschaft zukommen lassen wollen,
können die Olympischen Spiele in China boykottieren. Um Ihrer Stimme Gehör zu
verleihen, schreiben Sie bitte an das Internationale Olympische Komitee oder
kontaktieren Sie das Olympische
Komitee Ihres Landes
Schreiben Sie an das IOC.
International Olympic Committee Chateau de Vidy 1007
Lausanne Switzerland Tel: (41.21) 621 61 11 Fax: (41.21) 621 62
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| | "In den
vergangenen sieben Jahren haben westliche Nationen wirtschaftliche
Begünstigungen von dem chinesischen Regime begehrt und als Gegenleistung ihr
stillschweigendes Einverständnis zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008 in
China und zum Beitritt Chinas in die WHO gegeben." Falun Gong, Humanitie's
Last Stand
Frau Wang ist nicht allein. Die KPCh spricht willkürlich
Verbote aus und verfolgt jeden und alles, der oder das die Staatstreue des
chinesischen Volkes gefährden könnte. Sie lehnt Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit
und jegliche höhere Macht und selbstverständlich auch Falun Gong ab und hat
damit in den Herzen des chinesischen Volkes tief sitzende Ängste geschürt. Sie
macht sich selbst zum rechtskräftigen Gebieter über die Wahrheit, zum
Entscheidungsträger darüber was richtig ist und zum Richter über die Zukunft
eines jeden. Der Totalitarismus der Partei ist beispiellos in der gesamten
Menschheitsgeschichte.
Ist es dann ein Wunder, dass über 90 Prozent aller Milliardäre
in China Parteimitglieder sind, dass die Kinder der höchsten Beamten in China
die höchsten Führungspositionen im Land einnehmen, dass jeder verhaftet wird,
der gegen die Entscheidung eines Kaders protestiert, sein Land zu konfiszieren?
Und wen wundert es dann, dass alles, was ein chinesischer Beamter behauptet, die
Wahrheit sein soll, dass China ein gewaltiges Zwangsarbeitslagersystem besitzt
und dass das Leben der Menschen sich darum dreht, den chinesischen Beamten
unterwürfig zu sein?
Jedoch hat die KPCh auch ihre Komplizen. Die westlichen
Regierungen haben ein eigennütziges „Dialogverfahren“ entwickelt, von dem sie
sich dazu verleiten lassen, zu glauben, dass der „Dialog“ zur Demokratie führe,
die Menschenrechte verbessere und in China eine Mittelklasse hervorbringe.
„Investition ist gut für China,“ sagen sie. Jedoch besteht die tatsächliche
Verlockung für westliche Investitionen in den billigen Arbeitskräften. Während
die KPCh dieses moderne Sklavensystem betreibt, genießen viele westliche
Investoren die „Profite“, die daraus hervorgehen.
Das eigennützige „Dialogverfahren“ der westlichen Regierungen
hat ein Schleusentor für multinationale Unternehmen nach China geöffnet, um nach
Methoden zu verfahren, die in ihren eigenen Ländern unverantwortlich, unethisch
und gesetzeswidrig sind. Ethan Gutmanns Buch „Verlust des Neuen Chinas“ enthält
eine ganze Reihe von detaillierten Berichten darüber. Diese multinationalen
Unternehmen haben sich selbst bis zu dem Punkt herabgelassen, dass sie Teil des
moralischen Bankrotts der KPCh geworden sind.
Noch schlimmer ist jedoch, dass viele von ihnen sich an den
Menschenrechtsverletzungen der KPCh beteiligen. Die Beispiele von Cisco, Yahoo,
Microsoft, Google und Motorola, die dem chinesischen Regime helfen, die
Internetfreiheit zu beschränken, sind weit bekannt. Die chinesischen
Niederlassungen von Volkswagen und Mary Kay zwangen sogar ihre chinesischen
Arbeitnehmer dazu, schriftlich zu versprechen, dass sie sich nicht an Falun Gong
Aktivitäten beteiligen oder sie unterstützen.
Oder anders gesagt, wenn wir unsere moralische Autorität und
unseren Sinn für Aufrichtigkeit wegen billiger Waren aufgeben, dann sind wir
Komplizen der Misshandlungen von Wang Xiaoyan und dem Leid ihrer Familie. Der
Unterschied jedoch ist: Wang Xiaoyan hat nie ihr Gewissen vergessen, nie ihre
Aufrichtigkeit aufgegeben und nie ihren Glauben widerrufen. Was müssten wir
dafür hergeben, um dies auch von uns selbst sagen zu können?
Tragen Sie sich in
die Online - Petition ein:
http://www.falunhr.org/te/index.php?signature=1&lang=de
Falun Gong,
Humanities Last Stand
http://falunhr.org/newsletter/TheLastStand.pdf
Bilderausstellung:
http://falunhr.org/te/
Hintergrundinformation
Was
ist Falun Gong? Warum
die Verfolgung in China? Aktuelle Situation
der Verfolgung in China Alle
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