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Ausgabe 25: Brief aus einem chinesischen Arbeitslager  
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Brief aus einem chinesischen Arbeitslager

Eine Nachricht an alle gutherzigen Menschen auf der Welt

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    Wang Xiaoyan und ihre Tochter

  • Brief aus dem chinesischen Arbeitslager
  • Appellbrief ihres in Deutschland lebenden Ehemannes
  • Geschäfte gehen vor Menschenrechte. Was haben WIR getan?

Unter Lebensgefahr schrieb Frau Wang Xiaoyan, inhaftiert im berüchtigten Masanjia Zwangsarbeitslager, einen dreiseitigen Brief. Der heraus geschmuggelte Brief, verknittert und schmuddelig, berichtet über die von ihr erlittene Folter durch die Hände der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), weil sie Falun Gong praktiziert.

Wir können derzeit nicht bestätigen, ob Frau Wang noch am Leben ist; wir können ihre Geschichte nur zahllosen anderen hinzufügen, in der Hoffnung, dadurch mehr und mehr Menschen zu ermutigen, dabei zu helfen, das Ende dieses Terrors herbei zu führen - das Ende, wie es das chinesische kommunistische Regime versprochen hat, als es sich um die Olympischen Spiele bewarb.

Auszüge aus dem Brief von Frau Wang

Am 27. Mai 2006, als ich gerade zur Arbeit gehen wollte, plünderten drei Polizisten der Chunhai Polizeistation [in Dalian, Provinz Liaoning] meine Wohnung und nahmen mich fest, weil ich Falun Gong praktiziere. Mehrere Monate lang erfuhr meine Familie nicht, wo ich mich befand.“

„Im Juli 2006 wurde ich zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Masanjia Arbeitslager gebracht. Nach meiner Ankunft im Arbeitslager wurde ich in Handschellen gelegt und zweieinhalb Monate lang an ein Bett gefesselt. In dieser Zeit stopfte mir der Polizist Wang Xiaofeng mit Gewalt schmutzige Lappen in den Mund; ich wurde von Wachmann Li Mingyu geohrfeigt; Wachmann Wang Naimin kniff mir in die Lippen, bis sie aufgerissen waren. Am 15. Juli schlugen mir die beiden Leiter, Ma Jishan und Chen, mit den Fäusten so ins Gesicht, dass meine Wange dick anschwoll. Noch immer habe ich eine Beule in der Höhe des Wangenknochens, die Wunde ist noch nicht verheilt.“

Abbildungen des handgeschriebenen Briefes von Frau Wang aus dem Arbeitslager.

„Weil ich mich weigerte, Falun Gong aufzugeben, wurde ich am 30. August zwischen zwei Betten in der Position des gespreizten Adlers festgebunden. Eine Hand wurde an dem einen Bett ganz oben, die andere an dem anderen Bett ganz unten festgebunden. Ich durfte nicht schlafen oder zur Toilette gehen. Ich konnte weder stehen noch mich hinsetzen. Die Position war außerordentlich schmerzhaft. Diese Art der Folter dauerte drei Tage und drei Nächte lang.“

„Um uns von unserer Meinung [über Falun Gong] abzubringen, flößten sie uns Drogen ein, die auf das zentrale Nervensystem wirken. An einem Tag wurde ich an dem „Sterbebett“ festgebunden und Cao Jie flößte mir diese Droge ein. Dreimal am Tag wurde ich so zwangsernährt. Jedes Mal nahm Ma Jishan ein Brecheisen und sperrte meinen Mund so weit wie möglich auf, die Schmerzen waren unerträglich. Ich dachte, dass ich lieber sterben würde. Die Droge rief bei mir große Übelkeit hervor.“

„Es fällt schwer, in den Wachleuten noch einen Rest von Menschlichkeit zu erblicken.

Die Foltermethoden dieses Lagers, die auf ausländischen Webseiten dargestellt sind, entsprechen alle der Wirklichkeit. Tag für Tag gehe ich durch diese Leiden im Masanjia Arbeitslager; bitte helft mit, die Folter hier zu stoppen. „Ich bleibe standhaft in meinem Glauben an Falun Gong.“

Der Ehemann von Wang Xiaoyan lebt in Deutschland. Er hatte mehrmals versucht, seine Frau aus China heraus zu holen, aber die Behörden hatten ihren Pass konfisziert. Im Folgenden ist sein Appellbrief.

Appellbrief des Ehemanns

Ich heiße Zhang Zhentong und bin ein Falun Gong-Praktizierender. Im September 2000 kam ich aufgrund der unmenschlichen Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China nach Deutschland. Angesichts dieser grausamen Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) appelliere ich an die internationale Gemeinschaft, mir zu helfen, meine Frau Wang Xiaoyan zu retten. Meine Frau ist eine Falun Gong-Praktizierende und wurde deshalb am 27.05.2006 in Dalian in China von der Polizei verhaftet.

Seitdem die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999 begann, ist es nicht das erste Mal, dass meine Frau eine solche ungerechte Behandlung erfahren hat. Im Mai 2000 ging sie zum Petitionsausschuss, um dort gemäß der chinesischen Gesetze zu appellieren und die Tatsachen über Falun Gong aufzuklären. Sie wurde von der Dalianer Polizei, die die Überwachung vor Ort durchführte, festgenommen und in das Erziehungslager in Dalian eingesperrt.

Ende 2000, es war ein halbes Jahr nach ihrer Freilassung, verlor ich den Kontakt zu meiner Frau. Damals befand ich mich schon drei Monate in Deutschland. Mit Hilfe meiner Freunde in China erfuhr ich dann, dass meine Frau zunächst im Untersuchungsgefängnis Yaojiao eingesperrt war. Sie wurde dann im Februar 2001, ohne dass sie selbst und ihre Familienangehörigen darüber informiert wurden, in das berüchtigte Arbeitslager Masanjia in Shenyang, Provinz Liaoning, eingesperrt. Der Grund für ihre Inhaftierung war das Verteilen von Flugblättern über die Hintergründe der Verfolgung.

Seitdem ist unsere knapp drei Jahre alte Tochter von ihrer Mutter getrennt. Im Oktober 2001 wurde meine Frau aus Gesundheitsgründen frei gelassen. Obwohl meine Tochter sie ein Jahr lang nicht gesehen hatte und obwohl meine Frau meiner Tochter ein bisschen fremd war, rief sie ohne zu zögern laut: „Mama!“ Jeder kann sich vorstellen, wie sich meine Frau in diesem Moment gefühlt hat. Als sie noch im Arbeitslager war, hatte sie unter der Gehirnwäsche, zu der sie gezwungen wurde, gelitten. Jeden Tag musste sie sich die Verleumdungspropaganda über Falun Gong anhören; tagelang durfte sie nicht schlafen und sie wurde von anderen Gefangenen auf Befehl der Polizisten geschlagen.

Nachdem sie freigelassen worden war, befand sich meine Frau eine Zeit lang auf der Flucht, um den Störungen durch die Polizei und einer erneuten Inhaftierung zu entkommen. Ihr Personalausweis war beschlagnahmt, weshalb sie nicht ins Ausland ausreisen konnte, um sich mit mir zu treffen.

Meine Eltern machen sich Sorgen wegen meiner Sicherheit, sollte ich wieder nach China zurückkehren. Denn alle meine Freunde, die noch in China leben, wurden mindestens einmal verfolgt oder werden noch immer verfolgt. Meine Eltern befürchten, dass mich das gleiche Schicksal erwartet. Obwohl sie mich sehr vermissen, bitten sie mich, auf keinen Fall nach China zurückzukehren.

Seitdem ich nach Deutschland kam, sind sechs Jahre vergangen. Wegen der von der KPCh gestarteten Verfolgung konnte ich während dieser sechs Jahre meine Familienangehörigen kein einziges Mal besuchen. Sie senden mir Fotos über das Internet. Immer wenn ich Fotos meiner Eltern, die jeden Tag älter werden, oder die Aufnahmen meiner heranwachsenden Tochter sehe, bricht es mir das Herz.

Um die Falun Gong-Praktizierenden zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben, verletzt die KPCh die Menschenwürde der Praktizierenden mit allen zur Verfügung stehenden Foltermethoden. Das Hauptziel ist, dass die Kultivierenden auf diese Weise ihr Gewissen aufgeben. Es ist eine unvorstellbare Grausamkeit der Verfolgung.

Vor kurzem bestätigten zahlreiche Augenzeugen, dass die KPCh seit Beginn der Verfolgung insgeheim Organe von lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China raubt. Vor diesem Hintergrund muss ich mir noch mehr Sorgen um meine Frau machen. Ich befürchte, dass sie sich in ständiger Lebensgefahr befindet.

Ich richte den Appell an alle Regierungen auf allen Ebenen, alle staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen und an alle gutherzigen Menschen. Bitte helfen Sie meiner Frau, wieder ihre Freiheit zurückzuerhalten. Bitte schenken Sie den Millionen von Praktizierenden, die in China verfolgt werden, Ihre Aufmerksamkeit und unterstützen Sie sie. Ich glaube, dass am Ende die Gerechtigkeit das Böse besiegen wird. Die unmenschliche Verfolgung wird bestimmt mit der Unterstützung der gutherzigen Menschen aus aller Welt beendet werden.

Was haben WIR getan?

Gewissen in Aktion

1. China-Action Network

Bitte tragen Sie sich auf unserer Aktionsliste ein, wir werden Sie über unsere Aktivitäten und Aktionen zu China informieren. Bitte schicken Sie Ihre Email an: project@consciencefoundation.org

2. "Initiative Olympisches Gewissen".

Die internationale Gemeinschaft hat China die Ehre zuerkannt die Olympischen Spiele 2008 auszurichten. Alle Menschen und Länder, die China in Bezug auf seine Menschenrechtsverstöße eine Botschaft zukommen lassen wollen, können die Olympischen Spiele in China boykottieren. Um Ihrer Stimme Gehör zu verleihen, schreiben Sie bitte an das Internationale Olympische Komitee oder kontaktieren Sie das Olympische Komitee Ihres Landes

Schreiben Sie an das IOC.

International Olympic Committee
Chateau de Vidy
1007 Lausanne
Switzerland
Tel: (41.21) 621 61 11
Fax: (41.21) 621 62 16

"In den vergangenen sieben Jahren haben westliche Nationen wirtschaftliche Begünstigungen von dem chinesischen Regime begehrt und als Gegenleistung ihr stillschweigendes Einverständnis zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008 in China und zum Beitritt Chinas in die WHO gegeben." Falun Gong, Humanitie's Last Stand

Frau Wang ist nicht allein. Die KPCh spricht willkürlich Verbote aus und verfolgt jeden und alles, der oder das die Staatstreue des chinesischen Volkes gefährden könnte. Sie lehnt Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit und jegliche höhere Macht und selbstverständlich auch Falun Gong ab und hat damit in den Herzen des chinesischen Volkes tief sitzende Ängste geschürt. Sie macht sich selbst zum rechtskräftigen Gebieter über die Wahrheit, zum Entscheidungsträger darüber was richtig ist und zum Richter über die Zukunft eines jeden. Der Totalitarismus der Partei ist beispiellos in der gesamten Menschheitsgeschichte.

Ist es dann ein Wunder, dass über 90 Prozent aller Milliardäre in China Parteimitglieder sind, dass die Kinder der höchsten Beamten in China die höchsten Führungspositionen im Land einnehmen, dass jeder verhaftet wird, der gegen die Entscheidung eines Kaders protestiert, sein Land zu konfiszieren? Und wen wundert es dann, dass alles, was ein chinesischer Beamter behauptet, die Wahrheit sein soll, dass China ein gewaltiges Zwangsarbeitslagersystem besitzt und dass das Leben der Menschen sich darum dreht, den chinesischen Beamten unterwürfig zu sein?

Jedoch hat die KPCh auch ihre Komplizen. Die westlichen Regierungen haben ein eigennütziges „Dialogverfahren“ entwickelt, von dem sie sich dazu verleiten lassen, zu glauben, dass der „Dialog“ zur Demokratie führe, die Menschenrechte verbessere und in China eine Mittelklasse hervorbringe. „Investition ist gut für China,“ sagen sie. Jedoch besteht die tatsächliche Verlockung für westliche Investitionen in den billigen Arbeitskräften. Während die KPCh dieses moderne Sklavensystem betreibt, genießen viele westliche Investoren die „Profite“, die daraus hervorgehen.

Das eigennützige „Dialogverfahren“ der westlichen Regierungen hat ein Schleusentor für multinationale Unternehmen nach China geöffnet, um nach Methoden zu verfahren, die in ihren eigenen Ländern unverantwortlich, unethisch und gesetzeswidrig sind. Ethan Gutmanns Buch „Verlust des Neuen Chinas“ enthält eine ganze Reihe von detaillierten Berichten darüber. Diese multinationalen Unternehmen haben sich selbst bis zu dem Punkt herabgelassen, dass sie Teil des moralischen Bankrotts der KPCh geworden sind.

Noch schlimmer ist jedoch, dass viele von ihnen sich an den Menschenrechtsverletzungen der KPCh beteiligen. Die Beispiele von Cisco, Yahoo, Microsoft, Google und Motorola, die dem chinesischen Regime helfen, die Internetfreiheit zu beschränken, sind weit bekannt. Die chinesischen Niederlassungen von Volkswagen und Mary Kay zwangen sogar ihre chinesischen Arbeitnehmer dazu, schriftlich zu versprechen, dass sie sich nicht an Falun Gong Aktivitäten beteiligen oder sie unterstützen.

Oder anders gesagt, wenn wir unsere moralische Autorität und unseren Sinn für Aufrichtigkeit wegen billiger Waren aufgeben, dann sind wir Komplizen der Misshandlungen von Wang Xiaoyan und dem Leid ihrer Familie. Der Unterschied jedoch ist: Wang Xiaoyan hat nie ihr Gewissen vergessen, nie ihre Aufrichtigkeit aufgegeben und nie ihren Glauben widerrufen. Was müssten wir dafür hergeben, um dies auch von uns selbst sagen zu können?


Tragen Sie sich in die Online - Petition ein:

http://www.falunhr.org/te/index.php?signature=1&lang=de


Falun Gong, Humanities Last Stand

http://falunhr.org/newsletter/TheLastStand.pdf


Bilderausstellung:

http://falunhr.org/te/


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