Cases Reports
Highlighted Cases
Media Alert

Violations in China
Murder and Execution
Torture
Violence Leading to Disabilities
Violence against Women
Psychiatric Torture
Enslavement
Persecution of Families
Violence against Persons with Disabilies
Right to Education
Violence against Foreign Citizens

Cases
Death
Torture
Psychiatric Torture
Religious Intolerance
Freedom of Expression
Arbitrary Detention
Violence Against Children
Violence Against Families
Violence Against Women
Human Rights Defender
Right to Health
Right to Education
Independent Judges and Lawyers
Disappearance

China Reports
Labor Camps
Cases By Province

Refugees
Deprived CitizenShip
Internally Displaced ( IDP )

Publications
Falun Gong Reports
United Nations Reports
Human Rights Reports

Resources
Falun Info. Center
Justice for Falun Gong
Friends of Falun Gong
WOIPFG
United Nations
Home
Ausgabe 14: Die Welt sieht zu  
Print  E-mail 

Logo



Die Welt sieht zu

Shizhong Chen


"Die Welt sieht zu" waren früher kraftvolle Worte. Sie machten den Unterdrückten Mut und erschreckten die Tyrannen.

Heutzutage sind es nur noch leere Worte.

Am 7. Juli 2004 wurden Fotos der Chinesin Gao Rongrong von Falun Gong-Praktizierenden auf der ganzen Welt veröffentlicht. Diese zeigen ihr entstelltes Gesicht, nachdem zwei Polizisten sie mit drei Elektroschockstöcken sieben Stunden lang verbrannten.

Am 7. Juli 2004 wurden Fotos der Chinesin Gao Rongrong von Falun Gong-Praktizierenden auf der ganzen Welt veröffentlicht. Diese zeigen ihr entstelltes Gesicht, nachdem zwei Polizisten sie mit drei Elektroschockstöcken sieben Stunden lang verbrannten.

Diese Fotos wurden unter großem Risiko für Frau Gao und anderen Falun Gong-Praktizierenden, die seit fast sechs Jahren barbarische Verfolgung durch die chinesische Regierung ertragen müssen, aus China geschafft.

Schockierende Bilder wie diese hätten in der Vergangenheit einen weltweiten Aufschrei und Empörung bewirkt. Diesmal sieht die Welt nur zu.

Am 5. Oktober 2004 entkam Frau Gao mit der Hilfe von Falun Gong-Anhängern aus dem Gefängnis. Die chinesischen Behörden ordneten an, sie zurückzubringen.

Die Polizei inhaftierte Frau Gao und mehrere Falun Gong-Anhänger, die ihr am 6. März 2005 geholfen hatten.

In der gesamten Zeit haben Falun Gong Anhänger Frau Gaos Fotos bei unzähligen Anlässen und an vielen Orten ausgestellt und weltweit zur Hilfe aufgerufen.

Die Welt sah einfach zu.

Am 16. Juni 2005 starb Gao Rongrong in Polizeigewahrsam.

Sah die Welt auch jetzt zu?

Viele Menschen, die dieses hören, sind empört: "Wie kommt es, dass ich davon nichts wusste?!" Zugleich fühlen sie sich unbeholfen, da sie nicht wissen, was sie dagegen tun können.

Wir haben ein paar einfache Vorschläge.

1. Erfahren Sie die Wahrheit.

Seit die chinesische Regierung im Juli 1999 die unmenschliche Verfolgung von Falun Gong befahl, gibt es zahlreiche Fotos, Zeugenaussagen und Dokumente über Folter und Mord an Falun Gong-Anhängern. Angesichts der enormen Gewalttätigkeit bleiben Falun Gong-Anhänger jedoch völlig friedlich. Dies allein sagt schon einiges über ihre Überzeugungen und Lehren aus, die ihnen solche Courage geben. Falun Gong wird in über 70 Ländern ausgeübt. Man kann also durchaus von einem universellen Phänomen sprechen.

In der Geschichte war "Verteufelung" ein notwendiger Bestandteil bei allen Verfolgungen von Glauben oder Religionen. Der Feldzug der chinesischen Regierung gegen Falun Gong stellt diese sogar noch in den Schatten. Mit ihrer Geldmacht hat die chinesische Regierung ihre Propaganda über die ganze Welt ausgeweitet. Jedoch werden selbst die schlauesten Lügen den Tatsachen nicht standhalten. Dieses 10-minütige Video der chinesischen Regierung wird Ihnen die Augen öffnen: (http://www.faluninfo.net/tiananmen/immolation.asp).

Die Wahrheit zu kennen gibt Kraft. Sprechen Sie mit einem Falun Gong Praktizierenden oder besuchen Sie Falun Gong im Internet. Wir sind sicher, Sie werden Ihre eigenen Schlüsse ziehen.

2. Verlangen Sie die Wahrheit.

Westliche Medien haben sich bei der Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung taktisch zurückgehalten, mit der Absicht, Marktanteile in China zu erlangen. Zugleich haben viele ihrer Artikel die Propaganda der chinesischen Regierung gegen Falun Gong ungeprüft übernommen. Diese unverantwortlichen Berichte haben das Leid noch vergrößert und zur Isolierung von Falun Gong aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit beigetragen.

3. Verbreiten Sie die Wahrheit.

Wer die Wahrheit kennt, trägt die Verantwortung, die Falschaussagen zu berichtigen. Wenn Sie einen Artikel sehen, der die Brutalität der chinesischen Regierung rechtfertigt, ermahnen sie den Verfasser: Es gibt keine Entschuldigung für Folter und Mord. Wenn Sie einen Bericht lesen, der die gewaltsame Verfolgung durch die chinesische Regierung und den friedlichen Widerstand der Falun Gong-Anhänger als einen ebenbürtigen Wettkampf darstellt, dann weisen Sie den Autor auf den gewaltigen Unterschied zwischen dem Unterdrücker und den Opfern hin.

Je mehr Sie die Tatsachen verlangen, desto weniger Falschaussagen werden verbreitet.

Vielleicht sind Sie Menschen begegnet, die den "Verrückten Falun Gong" ausweichen oder behaupten, es gäbe "nicht mehr als 5.000 von jenen in China". Teilen Sie ihnen mit, was Sie wissen und wie Sie es erfahren haben. Ermutigen Sie diese Menschen, dasselbe zu tun. Je mehr Menschen die Wahrheit kennen, desto weniger Raum gibt es für Lügen.

4. Setzen Sie sich für die Wahrheit ein.

Nahaufnahme des Gesichts von Frau Gao Rongrong, das durch die siebenstündige Misshandlung mit Elektroschocks von zwei Polizisten verunstaltet wurde.

Die Medien sind nicht die einzigen Einrichtungen, die öffentliches Vertrauen genießen, und denen ihre eigenen Vorteile wichtiger sind als die Wahrheit. Als Frau Gao gerade wieder gefangen genommen wurde, versuchten der Deutsche Bundeskanzler und der Präsident Frankreichs, das Waffenembargo der Europäischen Union, das China nach dem 1989 Massaker auf dem Platz des Himmlischen Frieden auferlegt wurde, aufzuheben. Die Erklärung? "Die Verbesserung der Menschenrechte in China".

Ein anderes Beispiel ist US Senatorin Feinstein. Ihr Ehemann pflegt enge Geschäftsbeziehungen mit China. In einem aktuellen Antwortschreiben an Falun Gong Praktizierende schreibt sie: "Ich bin folgender Auffassung: Um einen positiven Einfluss auf China auszuüben in den Bereichen Menschenrechte, politische Freiheit, und Sicherheitsfragen, dürfen die Vereinigten Staaten ihre seit langem gepflegte bipolare Politik der Integrierung nicht jedes Mal in Frage stellen, wenn eine kontroverses Ereignis oder Meinungsverschiedenheiten zutage treten."

Die chinesische Regierung nutzt die mangelnde Beharrlichkeit der westlichen Regierungen aus und bindet diese an "bilaterale Menschenrechtsdialoge" hinter geschlossenen Türen. Aus Sicht der Regierungen gibt es zwei Gewinner: Die chinesische Regierung kann sich hinter der Tür verstecken und die westlichen Regierungen können Ihnen die Tür weisen und behaupten, sie unternehmen etwas.

Die Verlierer sind allerdings die vielen Opfer in China und die Menschenrechte auf der ganzen Welt befinden sich in einer schwierigen Situation: Chinas Menschenrechtsverhältnisse werden immer schlimmer und Menschenrechtsgruppen werden effektiv in Schach gehalten.

Das können Sie ändern. Erzählen Sie ihren Regierungsabgeordneten, dass Sie die Tatsachen kennen. Sagen Sie ihnen, Sie wissen von den Gräueltaten in China. Fordern Sie Politiker dazu auf, die Wahrheit nicht hinter verschlossenen Türen zu halten - Menschenleben sind wertvoller als Flugzeuge, Öl, und andere Geschäfte mit China - und sagen Sie ihren Politikern, dass Sie sie dafür zur Verantwortung ziehen, dass die Welt nur zusieht.

Nur wenn wir gemeinsam für die Wahrheit einstehen, ist "Die Welt sieht zu" wieder eine kraftvolle Aussage.

Wenn wir jetzt damit beginnen, ist der Tod von Frau Gao und weiteren 2.612 Falun Gong Anhängern nicht vergebens.

----------------------------------------
Dr. Shizhong Chen ist Gründer der Falun Gong Human Rights Working Group (Falun Gong Arbeitsgruppe für Menschenrechte) und langjähriger Menschenrechtsaktivist.



Die Beweise vernichten

Auf beiden Fotos ist dieselbe Frau zu sehen, Frau Gao Rongrong, davor und nachdem zwei Polizisten ihr Gesicht sieben Stunden lang ununterbrochen mit drei Elektrostöcken geschockt haben.

Frau Gao war eine Falun Gong-Praktizierende - Grund genug für die Polizisten, sie am 7.  Mai 2004 grausam zu entstellten.

Seit Juli 1999 hat die chinesische Regierung kategorisch geleugnet, bei der Verfolgung von Falun Gong zu foltern und zu töten. Deshalb waren die chinesischen Behörden erschreckt, als Frau Gao am 5. Oktober 2004 unter Mithilfe anderer Falun Gong-Praktizierender aus der Polizeigefangenschaft entkam. Luo Gan, Leiter des "Büro 610" - das über dem Gesetz stehende Organ der Kommunistischen Partei Chinas zur Ausrottung von Falun Gong - deutete darauf hin, dass die Veröffentlichung von Frau Gao's Fotos und ihr Entkommen "große internationale Auswirkungen" habe und "vorsichtig behandelt" werden müsse. Für das Ministerium für öffentliche Sicherheit wurde die Festnahme von Frau Gao zur höchsten Priorität. Die Ämter benutzten sogar den öffentlichen Hörfunk, um Informationen zu erhalten, die ihnen bei ihrer Suche behilflich sein könnten.

Am 6. März 2005 fasste die Polizei Frau Gao und diejenigen, die ihr geholfen hatten. Die chinesische Regierung konnte Frau Gao als Beweis für ihrer Grausamkeiten nicht leben lassen; sie wurde insgeheim in das berüchtigte Masanjia Arbeitslager eingeliefert. Ihre Eltern waren viele Monate lang auf der Suche nach ihr, aber sie wurden nur hingehalten - erst am 12. Juni 2005, als Frau Gao ihr Bewusstsein verlor und bereits im Sterben lag, wurden ihre Eltern benachrichtigt und konnten sie auf der Intensivstation eines Krankenhauses besuchen. Selbst bei Anwesenheit der Eltern fragte die Polizei die Ärzte wiederholt: "Wann wird sie endlich sterben?".

Frau Gao starb am 16. Juni 2005, im Alter von 37 Jahren.

Gao Rongrongs letzte Worte an die Menschen dieser Welt:

"Meine bittere Erfahrung ist nur die Spitze des Eisberges, weil Millionen und Abermillionen von Falun Gong-Praktizierenden verfolgt werden. Noch mehr Tragödien werden immer noch vertuscht und sind den Menschen nicht bekannt. Zu jeder Stunde wird in den dämonischen Arbeitslagern, Gefängnissen, Haftanstalten, Gehirnwäscheanstalten, und psychiatrischen Kliniken gefoltert und getötet.

Seit Beginn der Verfolgung hat Jiangs (ehemaliger chinesischer Präsident) Regime niemals die Falun Gong-Anhänger entsprechend der Gesetzgebung behandelt. Falun Gong-Praktizierende wurden im Gegenteil ihrer von der Verfassung und den Gesetzen gegebenen Rechte beraubt, einschließlich des Rechtes, Einspruch einzulegen, des Rechts der Glaubens- und Meinungsfreiheit, und selbst des Rechts auf Leben. Mehr als tausend Menschen wurden zu Tode gefoltert, und unzählige andere wurden eingesperrt, gefoltert, und psychisch zerstört.

Dieses Unglück hat den Falun Gong-Praktizierenden und deren Familien enorme Leiden zugefügt, welche man nicht in Worte fassen kann. Auf bösartigste Weise tritt die Verfolgung von Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Toleranz die gütige Natur des Menschen mit Füßen und wirkt sich verheerend auf die Gerechtigkeit in der Welt und die Unverletzbarkeit der Gesetze aus. Jeder gewissenhafte Mensch trägt die Verantwortung, sich für das dauerhafte Bestehen von Gerechtigkeit und Moral in der Welt auszusprechen.

Ich möchte alle aufrichtigen Organisationen und Personen in der ganzen Welt von ganzem Herzen darum bitten, der Verfolgung von Falun Gong in China Beachtung zu schenken, zu helfen, das Foltern und Töten zu beenden, die Kriminellen zur Rechenschaft zu ziehen, und das Recht auf Menschlichkeit wieder herzustellen."

Frau Gaos Leidensweg durch die Verfolgung der chinesischen Regierung

  • Juli - Dezember 1999: Für ihr Gesuch an die Regierung, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden, wird sie fünf Mal in Shenyang und Peking verhaftet. Im Gefängnis war sie Schlägen und Zwangsernährung ausgesetzt.
  • Februar 2000 - Januar 2001: Verhaftet und in das Masanjia Arbeitslager gesperrt. Musste dort verschiedene Foltermethoden ertragen.
  • 20. Juni - 7. Juli 2003: Festgenommen und in der Shenyang Haftanstalt inhaftiert. Erlitt Folter durch Stromstöße, Prügel, und Zwangsernährung.
  • 8. Juli 2003: Zu drei Jahren Zwangsarbeit im Longshan Arbeitslager verurteilt. Musste verschiedene Foltermethoden ertragen.
  • 7. Mai 2004: Von zwei Polizisten mit Handschellen an ein Stahlrohr gefesselt und sieben Stunden mit drei Elektrostäben im Gesicht geschockt. Das Gesicht wurde entstellt.
  • 7. Juli 2004: Frau Gao's Fotos wurden auf einer Falun Gong Internetseite veröffentlicht. (www.minghui.de)
  • 8. Mai - 4. Oktober 2004: Liegt unter Polizeibewachung im Krankenhaus.
  • 5. Oktober 2004: Entkommt der Polizeibewachung.LI>
  • 6. März 2005: Erneute Festnahme durch die Polizei.
  • 6. Juni 2005: Wird in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert.
  • 12. Juni 2005: Eltern werden informiert und besuchen sie im Krankenhaus.
  • 16. Juni 2005: Frau Gao Rongrong stirbt im KrankenhausLI>

Weitere Informationen über den Fall Gao finden Sie auf den Seiten 114-137 von: http://www.falunhr.org/reports/2005/Report2005.pdf

Viele Menschen, die Frau Gao geholfen haben, befinden sich in Polizeigewalt. Ihr Leben ist in größter Gefahr. Betroffen sind:

  • Frau Dong Jingzhe
  • Frau Zhang Lirong
  • Frau Ma Xiaolian
  • Frau Dong Jingya
  • Frau Xui Hua
  • Herr Sun Shiyou
  • Herr Feng Gang
  • Herr Liu Qingming
  • Herr Ma Yuping
  • Herr Wu Junde


So können Sie helfen:


Die Online-Petition unterschreiben:

http://falunhr.org/te/index.php?signature=1&lang=de


Erfahren Sie mehr..

Was ist Falun Gong?
Warum wird Falun Gong in China verfolgt?
Aktuelle Situation der Verfolgung in China

Um den Newsletter abzubestellen hier klicken

Falun Gong Human Rights Working Group
9974 Scripps Ranch Blvd. #228, San Diego, California, 92131, United States
Phone: 619-280-5177, Fax: 619-280-4931, E-mail: info@falunhr.org, german@falunhr.org


     
    ©2003-2007 Falun Gong Human Rights Working Group, All Rights Reserved