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Shizhong Chen
"Die Welt sieht zu" waren früher kraftvolle Worte. Sie
machten den Unterdrückten Mut und erschreckten die Tyrannen.
Heutzutage sind es nur noch leere Worte.
Am 7. Juli 2004 wurden Fotos der Chinesin Gao Rongrong von
Falun Gong-Praktizierenden auf der ganzen Welt veröffentlicht. Diese zeigen ihr
entstelltes Gesicht, nachdem zwei Polizisten sie mit drei Elektroschockstöcken
sieben Stunden lang verbrannten.
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Am 7. Juli 2004 wurden Fotos der
Chinesin Gao Rongrong von Falun Gong-Praktizierenden auf der ganzen Welt
veröffentlicht. Diese zeigen ihr entstelltes Gesicht, nachdem zwei Polizisten
sie mit drei Elektroschockstöcken sieben Stunden lang verbrannten.
| Diese Fotos wurden unter großem Risiko
für Frau Gao und anderen Falun Gong-Praktizierenden, die seit fast sechs Jahren
barbarische Verfolgung durch die chinesische Regierung ertragen müssen, aus
China geschafft.
Schockierende Bilder wie diese hätten in der Vergangenheit
einen weltweiten Aufschrei und Empörung bewirkt. Diesmal sieht die Welt nur
zu.
Am 5. Oktober 2004 entkam Frau Gao mit der Hilfe von Falun
Gong-Anhängern aus dem Gefängnis. Die chinesischen Behörden ordneten an, sie
zurückzubringen.
Die Polizei inhaftierte Frau Gao und mehrere Falun
Gong-Anhänger, die ihr am 6. März 2005 geholfen hatten.
In der gesamten Zeit haben Falun Gong Anhänger Frau Gaos Fotos
bei unzähligen Anlässen und an vielen Orten ausgestellt und weltweit zur Hilfe
aufgerufen.
Die Welt sah einfach zu.
Am 16. Juni 2005 starb Gao Rongrong in Polizeigewahrsam.
Sah die Welt auch jetzt zu?
Viele Menschen, die dieses hören, sind empört: "Wie kommt es,
dass ich davon nichts wusste?!" Zugleich fühlen sie sich unbeholfen, da sie
nicht wissen, was sie dagegen tun können.
Wir haben ein paar einfache Vorschläge.
1. Erfahren Sie die Wahrheit.
Seit die chinesische Regierung im Juli 1999 die unmenschliche
Verfolgung von Falun Gong befahl, gibt es zahlreiche Fotos, Zeugenaussagen und
Dokumente über Folter und Mord an Falun Gong-Anhängern. Angesichts der enormen
Gewalttätigkeit bleiben Falun Gong-Anhänger jedoch völlig friedlich. Dies allein
sagt schon einiges über ihre Überzeugungen und Lehren aus, die ihnen solche
Courage geben. Falun Gong wird in über 70 Ländern ausgeübt. Man kann also
durchaus von einem universellen Phänomen sprechen.
In der Geschichte war "Verteufelung" ein notwendiger
Bestandteil bei allen Verfolgungen von Glauben oder Religionen. Der Feldzug der
chinesischen Regierung gegen Falun Gong stellt diese sogar noch in den Schatten.
Mit ihrer Geldmacht hat die chinesische Regierung ihre Propaganda über die ganze
Welt ausgeweitet. Jedoch werden selbst die schlauesten Lügen den Tatsachen nicht
standhalten. Dieses 10-minütige Video der chinesischen Regierung wird Ihnen die
Augen öffnen: (http://www.faluninfo.net/tiananmen/immolation.asp).
Die Wahrheit zu kennen gibt Kraft. Sprechen Sie mit einem Falun
Gong Praktizierenden oder besuchen Sie Falun Gong im Internet. Wir sind sicher,
Sie werden Ihre eigenen Schlüsse ziehen.
2. Verlangen Sie die Wahrheit.
Westliche Medien haben sich bei der Berichterstattung über
Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung taktisch
zurückgehalten, mit der Absicht, Marktanteile in China zu erlangen. Zugleich
haben viele ihrer Artikel die Propaganda der chinesischen Regierung gegen Falun
Gong ungeprüft übernommen. Diese unverantwortlichen Berichte haben das Leid noch
vergrößert und zur Isolierung von Falun Gong aus dem Blickfeld der
Weltöffentlichkeit beigetragen.
3. Verbreiten Sie die Wahrheit.
Wer die Wahrheit kennt, trägt die Verantwortung, die
Falschaussagen zu berichtigen. Wenn Sie einen Artikel sehen, der die Brutalität
der chinesischen Regierung rechtfertigt, ermahnen sie den Verfasser: Es gibt
keine Entschuldigung für Folter und Mord. Wenn Sie einen Bericht lesen, der die
gewaltsame Verfolgung durch die chinesische Regierung und den friedlichen
Widerstand der Falun Gong-Anhänger als einen ebenbürtigen Wettkampf darstellt,
dann weisen Sie den Autor auf den gewaltigen Unterschied zwischen dem
Unterdrücker und den Opfern hin.
Je mehr Sie die Tatsachen verlangen, desto weniger
Falschaussagen werden verbreitet.
Vielleicht sind Sie Menschen begegnet, die den "Verrückten
Falun Gong" ausweichen oder behaupten, es gäbe "nicht mehr als 5.000 von jenen
in China". Teilen Sie ihnen mit, was Sie wissen und wie Sie es erfahren haben.
Ermutigen Sie diese Menschen, dasselbe zu tun. Je mehr Menschen die Wahrheit
kennen, desto weniger Raum gibt es für Lügen.
4. Setzen Sie sich für die Wahrheit ein.
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Nahaufnahme des Gesichts von Frau
Gao Rongrong, das durch die siebenstündige Misshandlung mit Elektroschocks von
zwei Polizisten verunstaltet wurde. | Die
Medien sind nicht die einzigen Einrichtungen, die öffentliches Vertrauen
genießen, und denen ihre eigenen Vorteile wichtiger sind als die Wahrheit. Als
Frau Gao gerade wieder gefangen genommen wurde, versuchten der Deutsche
Bundeskanzler und der Präsident Frankreichs, das Waffenembargo der Europäischen
Union, das China nach dem 1989 Massaker auf dem Platz des Himmlischen Frieden
auferlegt wurde, aufzuheben. Die Erklärung? "Die Verbesserung der Menschenrechte
in China".
Ein anderes Beispiel ist US Senatorin Feinstein. Ihr Ehemann
pflegt enge Geschäftsbeziehungen mit China. In einem aktuellen Antwortschreiben
an Falun Gong Praktizierende schreibt sie: "Ich bin folgender Auffassung: Um
einen positiven Einfluss auf China auszuüben in den Bereichen Menschenrechte,
politische Freiheit, und Sicherheitsfragen, dürfen die Vereinigten Staaten ihre
seit langem gepflegte bipolare Politik der Integrierung nicht jedes Mal in Frage
stellen, wenn eine kontroverses Ereignis oder Meinungsverschiedenheiten zutage
treten."
Die chinesische Regierung nutzt die mangelnde Beharrlichkeit
der westlichen Regierungen aus und bindet diese an "bilaterale
Menschenrechtsdialoge" hinter geschlossenen Türen. Aus Sicht der Regierungen
gibt es zwei Gewinner: Die chinesische Regierung kann sich hinter der Tür
verstecken und die westlichen Regierungen können Ihnen die Tür weisen und
behaupten, sie unternehmen etwas.
Die Verlierer sind allerdings die vielen Opfer in China und die
Menschenrechte auf der ganzen Welt befinden sich in einer schwierigen Situation:
Chinas Menschenrechtsverhältnisse werden immer schlimmer und
Menschenrechtsgruppen werden effektiv in Schach gehalten.
Das können Sie ändern. Erzählen Sie ihren
Regierungsabgeordneten, dass Sie die Tatsachen kennen. Sagen Sie ihnen, Sie
wissen von den Gräueltaten in China. Fordern Sie Politiker dazu auf, die
Wahrheit nicht hinter verschlossenen Türen zu halten - Menschenleben sind
wertvoller als Flugzeuge, Öl, und andere Geschäfte mit China - und sagen Sie
ihren Politikern, dass Sie sie dafür zur Verantwortung ziehen, dass die Welt nur
zusieht.
Nur wenn wir gemeinsam für die Wahrheit einstehen, ist "Die
Welt sieht zu" wieder eine kraftvolle Aussage.
Wenn wir jetzt damit beginnen, ist der Tod von Frau Gao und
weiteren 2.612 Falun Gong Anhängern nicht vergebens.
---------------------------------------- Dr. Shizhong Chen ist Gründer
der Falun Gong Human Rights Working Group (Falun Gong Arbeitsgruppe für
Menschenrechte) und langjähriger Menschenrechtsaktivist.
Die Beweise vernichten
Auf beiden Fotos ist dieselbe Frau zu sehen, Frau Gao Rongrong,
davor und nachdem zwei Polizisten ihr Gesicht sieben Stunden lang ununterbrochen
mit drei Elektrostöcken geschockt haben.
Frau Gao war eine Falun Gong-Praktizierende - Grund genug für
die Polizisten, sie am 7. Mai 2004 grausam zu entstellten.
Seit Juli 1999 hat die chinesische Regierung kategorisch
geleugnet, bei der Verfolgung von Falun Gong zu foltern und zu töten. Deshalb
waren die chinesischen Behörden erschreckt, als Frau Gao am 5. Oktober 2004
unter Mithilfe anderer Falun Gong-Praktizierender aus der Polizeigefangenschaft
entkam. Luo Gan, Leiter des "Büro 610" - das über dem Gesetz stehende Organ der
Kommunistischen Partei Chinas zur Ausrottung von Falun Gong - deutete darauf
hin, dass die Veröffentlichung von Frau Gao's Fotos und ihr Entkommen "große
internationale Auswirkungen" habe und "vorsichtig behandelt" werden müsse. Für
das Ministerium für öffentliche Sicherheit wurde die Festnahme von Frau Gao zur
höchsten Priorität. Die Ämter benutzten sogar den öffentlichen Hörfunk, um
Informationen zu erhalten, die ihnen bei ihrer Suche behilflich sein
könnten.
Am 6. März 2005 fasste die Polizei Frau Gao und diejenigen, die
ihr geholfen hatten. Die chinesische Regierung konnte Frau Gao als Beweis für
ihrer Grausamkeiten nicht leben lassen; sie wurde insgeheim in das berüchtigte
Masanjia Arbeitslager eingeliefert. Ihre Eltern waren viele Monate lang auf der
Suche nach ihr, aber sie wurden nur hingehalten - erst am 12. Juni 2005, als
Frau Gao ihr Bewusstsein verlor und bereits im Sterben lag, wurden ihre Eltern
benachrichtigt und konnten sie auf der Intensivstation eines Krankenhauses
besuchen. Selbst bei Anwesenheit der Eltern fragte die Polizei die Ärzte
wiederholt: "Wann wird sie endlich sterben?".
Frau Gao starb am 16. Juni 2005, im Alter von 37 Jahren.
Gao Rongrongs letzte Worte an die Menschen dieser Welt:
"Meine bittere Erfahrung ist nur die Spitze des Eisberges, weil
Millionen und Abermillionen von Falun Gong-Praktizierenden verfolgt werden. Noch
mehr Tragödien werden immer noch vertuscht und sind den Menschen nicht bekannt.
Zu jeder Stunde wird in den dämonischen Arbeitslagern, Gefängnissen,
Haftanstalten, Gehirnwäscheanstalten, und psychiatrischen Kliniken gefoltert und
getötet.
Seit Beginn der Verfolgung hat Jiangs (ehemaliger chinesischer
Präsident) Regime niemals die Falun Gong-Anhänger entsprechend der Gesetzgebung
behandelt. Falun Gong-Praktizierende wurden im Gegenteil ihrer von der
Verfassung und den Gesetzen gegebenen Rechte beraubt, einschließlich des
Rechtes, Einspruch einzulegen, des Rechts der Glaubens- und Meinungsfreiheit,
und selbst des Rechts auf Leben. Mehr als tausend Menschen wurden zu Tode
gefoltert, und unzählige andere wurden eingesperrt, gefoltert, und psychisch
zerstört.
Dieses Unglück hat den Falun Gong-Praktizierenden und deren
Familien enorme Leiden zugefügt, welche man nicht in Worte fassen kann. Auf
bösartigste Weise tritt die Verfolgung von
Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Toleranz die gütige Natur des Menschen mit Füßen
und wirkt sich verheerend auf die Gerechtigkeit in der Welt und die
Unverletzbarkeit der Gesetze aus. Jeder gewissenhafte Mensch trägt die
Verantwortung, sich für das dauerhafte Bestehen von Gerechtigkeit und Moral in
der Welt auszusprechen.
Ich möchte alle aufrichtigen Organisationen und Personen in der
ganzen Welt von ganzem Herzen darum bitten, der Verfolgung von Falun Gong in
China Beachtung zu schenken, zu helfen, das Foltern und Töten zu beenden, die
Kriminellen zur Rechenschaft zu ziehen, und das Recht auf Menschlichkeit wieder
herzustellen."
Frau Gaos Leidensweg durch die Verfolgung der chinesischen
Regierung
- Juli - Dezember 1999: Für ihr Gesuch an die Regierung, die Verfolgung von
Falun Gong zu beenden, wird sie fünf Mal in Shenyang und Peking verhaftet. Im
Gefängnis war sie Schlägen und Zwangsernährung ausgesetzt.
- Februar 2000 - Januar 2001: Verhaftet und in das Masanjia Arbeitslager
gesperrt. Musste dort verschiedene Foltermethoden ertragen.
- 20. Juni - 7. Juli 2003: Festgenommen und in der Shenyang Haftanstalt
inhaftiert. Erlitt Folter durch Stromstöße, Prügel, und Zwangsernährung.
- 8. Juli 2003: Zu drei Jahren Zwangsarbeit im Longshan Arbeitslager
verurteilt. Musste verschiedene Foltermethoden ertragen.
- 7. Mai 2004: Von zwei Polizisten mit Handschellen an ein Stahlrohr gefesselt
und sieben Stunden mit drei Elektrostäben im Gesicht geschockt. Das Gesicht
wurde entstellt.
- 7. Juli 2004: Frau Gao's Fotos wurden auf einer Falun Gong Internetseite
veröffentlicht. (www.minghui.de)
- 8. Mai - 4. Oktober 2004: Liegt unter Polizeibewachung im Krankenhaus.
- 5. Oktober 2004: Entkommt der Polizeibewachung.LI>
- 6. März 2005: Erneute Festnahme durch die Polizei.
- 6. Juni 2005: Wird in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert.
- 12. Juni 2005: Eltern werden informiert und besuchen sie im Krankenhaus.
- 16. Juni 2005: Frau Gao Rongrong stirbt im KrankenhausLI>
Weitere Informationen über den Fall Gao finden Sie auf den Seiten 114-137
von: http://www.falunhr.org/reports/2005/Report2005.pdf
Viele Menschen, die Frau Gao geholfen haben, befinden sich in
Polizeigewalt. Ihr Leben ist in größter Gefahr. Betroffen sind:
- Frau Dong Jingzhe
- Frau Zhang Lirong
- Frau Ma Xiaolian
- Frau Dong Jingya
- Frau Xui Hua
- Herr Sun Shiyou
- Herr Feng Gang
- Herr Liu Qingming
- Herr Ma Yuping
- Herr Wu Junde
So können Sie helfen:
Die Online-Petition unterschreiben:
http://falunhr.org/te/index.php?signature=1&lang=de
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